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40 Jahre GSoA – Gründe, dies zu feiern, gibt es viele!

Gestern am 12. September 2022 hat die GSoA ihren 40. Geburtstag gefeiert. Wir blicken deshalb heute gemeinsam zurück auf zahlreiche Meilensteine im Engagement für eine antimilitaristische Friedenspolitik!

Die GSoA wurde am 12. September 1982 gegründet. Federführend bei der Bildung der «Gruppe für eine Schweiz ohne Armee» waren die Jungsozialist*innen. Es bestand in der JUSO im Jahre 1981 das Bedürfnis, abzuklären, ob und wie die Armee mittels einer Volksinitiative abgeschafft werden könnte. So wurde auch der Grundstein zum späteren Herzstück der GSoA geschaffen: Die Armeeabschaffungsinitiative.

Aus guten Gründen entschied sich die Jungpartei der SP dafür, dieses Anliegen in eine neue Organisation zu übertragen und so einer grösseren Zielgruppe zu öffnen: Die GSoA war geboren. Interessant dabei ist, dass die GSoA zuerst «Kientaler Gruppe» heissen sollte, da man die Gründungsveranstaltung im Kiental durchführen wollte. Exakt da, wo sich im Ersten Weltkrieg Pazifist*innen im Rahmen der «Zimmerwalder Bewegung» zu Gesprächen getroffen hatten. Doch aus dem wurde nichts. Der Wirt der dortigen «Beiz» verhinderte die Gründungsveranstaltung aus Angst vor Repressalien. So zügelte man den Gründungsort kurzerhand nach Solothurn ins Restaurant Kreuz.

Was nach der Gründung folgte, ist hinlänglich bekannt: Im Kalten Krieg und inmitten einer durchmilitarisierten Schweiz sammelte die GSoA beachtliche 111’000 Unterschriften. Man nutzte die Gunst der Stunde, als die Initiative im schicksalsträchtigen Jahr 1989 zur Abstimmung kam. Die GSoA führte eine unglaubliche Kampagne und erreichte deren 35.6% JA-Stimmen zur Abschaffung der Armee. Die GSoA bescherte der Schweizer Armee somit eine der grössten Niederlagen der Geschichte. Weitere friedenspolitische Meilensteine folgten. So sammelte man innerhalb nur eines Monates rekordverdächtige 500’000 Unterschriften gegen den Kampfflieger F/A-18. Oder man war massgeblich Teil des öffentlichen Druckes, der zur Einführung des Zivildienstes geführt hatte. Leider war auch die GSoA nicht von Rückschlägen gefeit. Dazu gehörte die zweite Armeeabschaffungsinitiative 2001, die durch den Terroranschlag 9/11 stark an Durchschlagskraft verloren hatte. Oder auch die Initiative für die Abschaffung der Wehrpflicht im Jahre 2013, die vom Stimmvolk nur wenig goutiert wurde. Doch die neuerlichen Erfolge wie der Sieg über den Gripen oder das sehr gute Resultat der Kriegsgeschäfteinitiative machen noch immer Lust auf mehr. Erst kürzlich durften wir den Erfolg der Korrekturinitiative feiern, welche ein Waffenexport-Verbot in Bürgerkriegsländer auf Gesetzesebene niederschreibt.

Die GSoA ist somit auch 40 Jahre nach ihrer Gründung eine schlagkräftige Playerin, die es angesichts des Ukrainekrieges und der F-35-Beschaffung mehr denn je braucht!

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag der GSoA!

Um diesen Meilenstein gebührend zu feiern, organisieren wir im nächsten Frühjahr, direkt nach der Generalversammlung, ein Jubiläumsfest. Informationen dazu werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. Doch zuerst geben wir noch einmal alles, um die F-35-Beschaffung zu verhindern!

Mit antimilitaristischen Grüssen,

Anna und Anja, GSoA-Sekretärinnen

Der obige Text ist ein leicht abgeänderter Artikel von GSoA-Mitglied Joris Fricker aus der aktuellen GSoA-Zeitung Nr. 191. Falls du sie noch nicht abonniert hast, kannst du dies über unsere Webseite oder mit einem Mail an gsoa@gsoa.ch tun!